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Sicherheitshinweise für Mountainbiker

Wenn man sich richtig vorbereitet kann auch ein rasanter Outdoorsport wie Mountainbiken sicher gestaltet werden. Hier finden Sie einen Überblick über interessante Tipps und Tricks zum Thema Mountainbiken. Ausgearbeitet mit dem Austrian Mountain Bike Institute (AMBI).

Tipps vor der Tour

Damit Ihr Naturerlebnis einmalig und von Spass geprägt ist.

 

ALLGEMEINES

Auf sämtlichen Strecken handelt es sich um Wege welche entweder/und von Fußgängern und Kraftfahrzeugen (Forst, Jagd, Almbewirtschaftung, ...) genutzt werden.

Die Etappen sind mit einem geeignetem eMTB/MTB befahrbar. Von einer Befahrung mit einem Trekking- bzw. Citybike raten wir ab.

 

PLANUNG

 

Unbedingt die Witterungsverhältnisse vor dem Start der Tour berücksichtigen

Rückwärtsplanung für den Starttermin - 16:00 am Ziel (Reine Fahrdauer + 1,5h Einkehr + 45min Foto & Pause + 1h Reserve)

Check den Ladestatus deiner Akkus bzw. deiner Trinkblase vor Tourstart

Prüfe deine Bremsbeläge immer am Abend bevor du dein Bike einstellst

Check vor Tourstart noch auf der Homepage ob es eine befristete Wegsperre gibt wegen Unwetterschäden oder Forstarbeiten

eMTB FahrerInnen beachten das Akkumanagement

 

 TIPPS FÜR EMTB ANFÄNGER

 

Eine Vario-Sattelstütze bringt ein Vielfaches an Komfort und Sicherheit

Ein leichter Gang mit hoher Trittfrequenz erhöht die Reichweite bei eMTBs

Akkumangement bei Paaren (3 Akkus, 1 Ladegerät) - entfernen des ersten Akkus bei 2 Strichen

Eine gut geschmierte Kette erhöht die Reichweite

Einen Anstieg mit mehr als 14km/h im Turbo hoch zu fahren verringert die Reichweite deutlich, besser leichter Gang mit EMTB-Mode oder Sport-Mode unter 10km/h

Ein Fahrtechnik-Seminar erhöht die Sicherheit beim Fahren und gleichzeitig den Spaßfaktor

 

REIFENDRUCK

Der richtige Reifendruck entscheidet maßgebend über Komfort, Traktion und Pannenanfälligkeit. Die Devise. So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Ein Patentrezept zu geben ist unmöglich.

Moderne hochwertige Reifen verlieren bei einem Druck über 2 Bar deutlich an Performance. Ganz grob liegt die Bandbreite zwischen 1,4 und 2 Bar. Ausnahme: Biker mit einem Gesamtgewicht jenseits der 90kg. Beim Vorderreifen kann man rund 0,2 Bar weniger fahre als beim Hinterreifen.

Die nachfolgende Bildergalerie ist mittels Pfeiltasten (links, rechts) bedienbar.

Etikette - Trail Tolerance

Als neue Figuren auf dem Spielfeld der Berg- und Freizeitsportler stehen wir eMTB/MTB-FahrerInnen ganz besonders in der Pflicht, uns angemessen zu benehmen.

In Graubünden teilen sich Biker und Wanderer die Wege. Ein Projekt das Schule machen sollte. Doch das geht nur mit gegenseitigem Respekt. Schwarze Schafe werfen uns um Jahre zurück.

  1. NO TUNING
    Mit Motortuning verliert das eMTB den Status Fahrrad. Auch wenn die 25km/h Grenze auf manchen Strecken nervt. Tuning ist illegal und schadet dem Sport. Nimm es sportlich und tritt etwas mehr in die Pedale.
  2. TRAILSHARING
    Wanderer, Trailrunner, klassische Biker - nur mit Respekt ist ein Miteinander auf dem Weg möglich. Dazu gehören, ausreichend Abstand zu halten und die Geschwindigkeit anzupassen. Bedenke, dass andere deine Geschwindigkeit nur schwer einschätzen können.
  3. KEINE BREMSSPUREN
    Blockierende Bremsen sind tabu. Sie sind nicht mehr als ein Beweis fahrtechnischen Unvermögens. Der Bremsweg wird länger, das Geräusch erschreckt Wanderer und Wild, und die Wege gehen kaputt.
  4. VORSICHT VERKEHR
    Achte insbesondere in Kurven auf entgegenkommende Biker und andere Wirtschaftsfahrzeuge.  Wir halten die Straßenverkehrsverordnung (STVO) ein und überholen andere Waldnutzer nur im Schritttempo.
  5. BLEIB AUF DEM WEG
    Abstecher über Almwiesen oder mitten durchs Geröll sind tabu. Vermeide auch eingefahrene Abkürzerlinien. No Shortcuts! Wir biken nur auf markierten und freigegebenen Routen.Radfahren abseits markierter Routen und außerhalb der freigegebenen Zeiten kann zur nachhaltigen Beunruhigung der Wildtiere und zu Schaden an Wald und Pflanzen führen.
  6. FAHRE NICHT BEI DÄMMERUNG UND DUNKELHEIT
    Night Rides mögen Spaß machen, aber für Natur und Tier ist der Trend eine Katastrophe.Also: Überlasst den Wald bei Dämmerung der in Österreich gesetzlich vorgeschriebenen Jagd und bei Dunkelheit den Tieren.Wir biken nur in der erlaubten Zeit im März bzw. Oktober von 9.00 bis 17.00 Uhr, im April bzw. September von 8.00 bis 18.00 Uhr, von Mai bis August von 7.00 bis 19.00 Uhr. Jahreszeitliche Freigabe ist bundesweit unterschiedlich. Bitte die Eingangstafel beachten!
  7. GAST IM WALD
    Wir sind Gäste im Wald und verhalten uns auch entsprechend. Wir hinterlassen die Natur, wie wir sie gerne vorfinden würden – ohne Abfälle.
  8. SEI ZURÜCKHALTEND
    Viele Bikes sehen aus wie Motocross-Maschinen, grelle Farben, Protektoren und Helme sorgen zusätzlich für eine martialische Optik. Gleiche das aus durch ruhige, freundliche Art, das macht viel wieder gut. Fahre nicht im Pseudo-Wheelie an Wanderern und Biobikern vorbei, und überlege dir, ob du wirklich einen Vollvisier-Helm brauchst. Schalte beim Überholen lieber in eine niedrige Unterstützungsstufe und wechsle ein paar freundliche Worte mit deinen Mit-Wegebenutzern.

Mit gemeinsamen Spielregeln sorgen wir dafür, dass der Wald auch zukünftig einen einzigartigen Erholungs- und Lebensraum sowie Arbeitsplatz für alle bietet.

Weitere Informationen zum Radfahren im Wald vom Bundesministerium Nachhaltigkeit und Tourismus.