Winterlicher Ausblick auf den Steg des Hofer Badestrandes (C)Fuschlseeregion-Langegger

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Der Wald und seine Aufgaben

Hof bei Salzburg, Salzburg, Österreich

Welche unterschiedlichen Aufgaben und Nutzungsarten hat unser Wald und was benötigt er seitens des Menschen?

Der Mischwald An den Hängen des Großen Hirschbergs im Südosten, links des Weges sowie des Kleinen Hirschbergs ziehen sich Fichten-Tannen- Buchenwälder (Abieti-Fagetum) bis zum Gipfel. Diese für die montane Höhenstufe zwischen 600 – 1400 m Höhe typischen Bergwälder sind hauptsächlich aus Fichten, Tannen und Buchen zusammengesetzt. Daneben findet man jedoch zahlreiche Nebenbaumarten wie Ahorn, Esche, Ulme, Linde und Eibe. Die Fichte (Picea abies) ist ein immergrüner Nadelbaum. Ihr Holz ist weiß, weich und glänzend. Fichten werden ca. 50 m hoch. Die Fichtenborke ist kupferfarben oder bräunlich rot. Die 2,5 cm langen Nadeln wachsen gleichmäßig um die Triebachse. Typisch sind die hängenden Zapfen. Die Tanne (Abies alba) wird ebenso wie die Fichte ca. 50 m hoch. Die Tannennadeln sind flach, zeigen eine silberne, wächserne Unterseite und sind beidseitig der Triebachse angeordnet. Tannenzapfen stehen im Gegensatz zu den Fichtenzapfen aufrecht. Die Rotbuche (Fagus sylvatica) erreicht eine Höhe von ca. 35 m. Rotbuchen sind sommergrüne Laubbäume, deren Krone in der Jugend eher schlank ist, sich später aber dann kuppelförmig entwickelt. Besonders im Frühling entfalten Buchen einen besondern Reiz, wenn die Sonne durch das frische Grün der Kuppeln fällt. Aber auch im Herbst verzaubert die goldgelbe und rötliche Färbung der Blätter. Legen sie doch einmal ihre Hand auf den glatten, silbern Stamm der Buche und lassen sie sich bei einem Blick nach oben vom Farbenspiel verzaubern. Prozesse im Wald Die Sonne verzaubert aber nicht nur, spendet nicht nur Wärme und Licht. Das Sonnenlicht ist auch ein Faktor der Photosynthese. Der Photosynthese kommt eine zentrale Rolle für die Entstehung und Erhaltung unserer Atmosphäre zu. Durch Photosynthese ist es Blättern möglich, aus Wasser und Kohlendioxid mit Hilfe des Sonnenlichtes organische Stoffe und Sauerstoff zu produzieren. Lebensstoffe für Pflanze, Tier und Mensch entstehen. Jede höhere Pflanze besteht aus 3 Organen: den Wurzeln, der Sprossachse und den Blättern. Die Wurzeln geben der Pflanze Halt, sie versorgen sie mit Wasser und Mineralstoffen. Der Spross dient als Leitungssystem für Wasser und gelöste Stoffe und ermöglicht aber auch die Versorgung der Wurzeln mit den in den Blättern entwickelten Kohlehydraten. Der Spross bringt durch seine Stabilität die Blätter in die richtige Position um das Sonnenlicht optimal zu nutzen. Nur grüne Pflanzen und einige wenige Mikroorganismen sind zur Photosynthese fähig und ermöglichen so Leben auf unserer Erde. Chemisch entsteht unter Einwirkung der Strahlungsenergie aus 6 Molekülen Kohlendioxid und sechs Molekülen Wasser ein Molekül Kohlehydrat (Glukose) und 6 Moleküle Sauerstoff: In den Wäldern der Erde werden ca. 100 x 10° Tonnen Sauerstoff jährlich produziert. Durch Kohlendioxid, CO2 in der Atmosphäre wird der Treibhauseffekt wesentlich verstärkt. Holz ist eine klimaneutrale Energieressource, da bei der Verbrennung nur soviel CO2 emittiert werden kann, wie im der Pflanze gebunden war. Wenn Holz als Baustoff verwendet wird, erhöht sich die nachhaltige Nutzung. In 2 Tonnen Holz sind ca. 1 Tonne Kohlenstoff gebunden, welches in etwa 3,7 Tonnen CO2 entspricht. Durch Photosynthese und der damit verbunden Sauerstoffproduktion einerseits und durch die Bindung des klimawirksamen CO2 andererseits, tragen die Wälder somit zum Klimaschutz wesentlich bei. Schutz und Funktionen des Waldes Gleich wenn man den Lebach überquert hat und dem Pfad bergwärts folgt ändert sich die Artenzusammensetzung des Waldes. Zur linken Seite erstreckt sich noch eine Fichtenmonokultur. Diese Bewirtschaftungsform nimmt immer mehr zu Gunsten eines artenreichen Mischwaldes ab. Der Jungwald, welcher sich zur rechten Seite des Pfades erstreckt, zeigt eine Vielfalt an Arten. Bewirtschaftung und Schutz des Waldes Die Bewirtschaftung unterliegt forstgesetzlichen Bestimmungen. Es besteht das Gebot der Wiederaufforstung, es gibt Regeln für Rodungen, so z.B. besteht ein Verbot von Großkahlschlägen d.h. Flächen die größer als 0,5 ha sind dürfen nur mit vorheriger behördlicher Genehmigung gerodet werden. Daneben gibt es noch bestimmte Nutzungsbeschränkungen für Schutz- und Bannwälder, Verbote der Waldverwüstung und Schutzbestimmungen vor forstschädlichen Luftverunreinigungen und Forstschädlingen. Der Nutz- und Wirtschaftswald Nutzwald heißt im wesentlichen Holznutzung. Holz trägt nicht nur im Wachstum zum Umweltschutz bei, es ist auch als hervorragender, umweltfreundlichen Bau- und Brennstoff von nachhaltigem Nutzen. Durch die Nutzung des Waldes wird Einkommen und Existenz für 200.000 Menschen in Österreich gesichert. Nach Angaben des Lebensministeriums BMLFUW, liegt die Forst- und Holzwirtschaft in Österreich weltweit gesehen im Spitzenfeld und ist ein bedeutender Posten in der österreichischen Außenhandelsbilanz. 16,5 Millionen Erntefestmeter wurden für das Jahr 2004 gemeldet. Der Schutzwald Allgemein bietet der Wald wirksamen und kostengünstigen Schutz gegen Katastrophen wie Lawinen, Wildbächen, Muren, Steinschlag und Erosion. 19,3 % des österreichischen Waldes sind als Schutzwald ausgewiesen und sind damit ein wesentlicher Pfeiler für den Schutz unseres Lebensraumes. Deshalb wird auf den Zustand der Schutzwälder besonderes Augenmerk gelegt. Windwurf, Überalterung, mangelnde Naturverjüngung durch Verbiss, Borkenkäfer und Luftschadstoffe gefährden die Bestände. Wohlfahrts- und Erholungswald Wälder regulieren den Wasserhaushalt, filtern und reinigen Wasser und Luft, tragen zum Klimaschutz bei und mindern Lärm. Sie dienen der Erholung und sind ein wichtiger Faktor des Tourismus. Ökosystem Wald Es herrscht ein stetiger Konkurrenzkampf um Licht, Luft, Wasser und Nährstoffe. Jede Pflanze versucht ihren Raum so optimal wie nur möglich zu nutzen. Lichtungen und Kahlschläge werden vorerst mit lichthungrigen Pflanzen besiedelt. Die Schichten oder Stockwerke eines Waldes sind die Folge der Anpassung der Pflanzen an die unterschiedlichen Lichtverhältnisse. Dazu kommen die unterschiedlichen Ansprüche an Wasser und Nährstoffe. Die österreichischen Wälder entsprechen zum Großteil den Vorstellungen eines intakten Ökosystems. In solchen ist ein optimales Gleichgewicht vorhanden. Gestein, Boden, Relief, Wasser, Pflanzen, Tiere, Mensch und Klima sind als Faktoren im Gleichgewicht. Wenn einer dieser Faktoren an Einfluss die Oberhand gewinnt, wird das System instabil. Daher muss es ein Anliegen sein, das Ökosystem Wald immer ganzheitlich zu betrachten. Wie schon oben erwähnt finden wir an dieser Stelle unserer Waldspur zwei unterschiedliche Waldbestände. Reine Nadelwaldbestände sind nur in Bergregionen naturbedingt. Durch die moderne naturnahe Waldbewirtschaftung zeichnet sich ein deutlicher Trend von Fichtenreinbeständen hin zu Mischbeständen ab. Eine naturnahe Waldbewirtschaftung trägt zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bei. Die Arten sind in solchen Beständen durch ihre genetische Vielfalt fähig sich der natürlichen Umwelt individuell anzupassen. So stellen naturnahe Wälder biologische Netzwerke dar, die das Überleben vieler Arten garantieren. Aber nicht allein die vielfältige Flora ist für das ökologische Gleichgewicht von Bedeutung. Im Waldboden sorgen unzählige kleine Helfer dafür, dass Pflanzenteile, Blätter, Nadeln, Tierexkremente und Aas abgebaut werden, um als Mineralstoff den Pflanzen wieder zur Verfügung zu stehen. Wussten Sie, dass in einem Liter Waldboden ca. 30000 Fadenwürmer, 1000 Springschwänze, 2000 Milben, sowie Gliederfüßer, Borstenwürmer und Ringelwürmer vorkommen. Daneben finden sich noch eine Vielzahl an Bakterien und Pilzen.

ganzjährig

Erreichbarkeit / Anreise

Siehe Wegbeschreibung

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