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Hüttenwirt mit Überraschungseffekt

Martin Oberlohr vor seiner Lärchenhütte

Auf der Neo-Holleralm - der Lärchenhütte - bei Martin Oberlohr am Zwölferhorn

Schreiben kann man ja viel, aber diesen Ausblick muss man erlebt haben: Martin Oberlohrs Arbeitsplatz ist eigentlich gar keiner. Eher ein wunderbares Ausflugsziel, ein genialer Logenplatz, ein Sehnsuchtsort. Er selbst sagt: „Ich habe mich an dieser Kulisse noch nicht satt gesehen.“ Und man versteht ihn sofort: Von der Lärchenhütte auf 1.050 Meter Seehöhe am Zwölferhorn blickt man geradewegs in die Tiefe und direkt auf den Wolfgangsee. Dessen türkis-blauen Schattierungen glitzern in der Sonne, die Bugwellen der Schiffe hinterlassen weiße Spuren auf der Wasseroberfläche. Am gegenüberliegenden Seeufer erhebt sich der mächtige Schafberg, dessen „Hotel Schafbergspitze“ gut sichtbar ist. Der Blick wandert weiter zu Krottensee und Mondsee und man kann es kaum fassen: So etwas gibt es wirklich!

Gäste dürfen das Außergewöhnlich erwarten

Dabei ist der Anstieg zur Lärchenhütte sehr moderat: Bequeme Zeitgenossen fahren einfach bis zum Parkplatz „Sausteigalm“ und gelangen in fünf Gehminuten in Martin Oberlohrs Reich. Andere machen es sich bewusst ein bisschen schwerer: Wandern von St. Gilgen in gut einer Stunde, von Abersee in etwa 75 Minuten oder von der Bergstation der Zwölferhornbahn in rund 30 Minuten bergab zur Hütte. Inzwischen ist auch klar, warum! Auch wenn man sich schon am Ausblick der Lärchenhütte satt sehen könnte, ist der Bauch damit lange noch nicht zufrieden gestellt. Und hier kommen Martin Oberlohr und seine ausgeklügelte Küchenphilosophie ins Spiel! Der gebürtige Osttiroler ist im elterlichen Gastronomiebetrieb aufgewachsen, ging beruflich ganz andere Wege und kehrte auf dem zweiten Bildungsweg in die Gastro zurückkehrte. Der ausgebildete „Food & Beverage Manager“ und Diplom-Sommelier, den es beruflich ins Salzkammergut zog, stellte irgendwann einmal fest, dass er sich gerne selbstständig machen würde.

Traditionell und dennoch etwas ganz anderes

"Mir schwebte etwas Kleines, Schnuckeliges vor. Dass es eine Hütte werden würde, war aber reiner Zufall“, erinnert sich der 36-Jährige. Nur zwei Minuten, nachdem der Besitzer der Hütte das Suchinserat für einen neuen Pächter online gestellt hatte, stolperte Martin Oberlohr virtuell darüber: „Damit war klar, dass ich das machen muss. Das konnte ja kein Zufall sein.“ Und so verbrachte er 2015 den ersten Sommer auf der Lärchenhütte und machte sich schon innerhalb weniger Wochen einen guten Ruf: „Kaum jemand erwartet, dass es auf einer Hütte ein handwerklich gebrautes Craft Beer aus dem Salzburger Land, losen Bio-Tee oder feinen Cappuccino samt Milchschaum zum Frühstück gibt.“ Überhaupt: Wo gibt’s denn ein Frühstück auf der Alm? Und zwar eines, das so überzeugend schmeckt, dass die Städter sogar ihre geliebten Kaffeehäuser im Stich lassen. „Mein Ansinnen ist es, sowohl das Traditionelle und Bodenständige anzubieten, als auch den Bogen zum Ausgefallenen zu spannen“, erklärt der Neo-Hüttenwirt. „Meine Gäste sollen zu hundert Prozent zufrieden sein. Aber ich will sie auch überraschen. Es gibt hier bei uns nicht nur die klassischen Gerichte, die man ohnehin erwarten würde. Sondern eben auch das Außergewöhnliche.“

Saisonal, regional, genial

Martin Oberlohr bietet das an, was er selbst mag und schätzt. So stammen viele der Zutaten aus der nächsten Umgebung und von Produzenten, die der Hüttenwirt selber kennt: „Die Fruchtmolke aus Schafmilch beziehen wir vom Seegut Eisl am Wolfgangsee, die Würstel von der Metzgerei Stabauer in Oberwang bei Mondsee, das Brot von der Bäckerei Frauenlob aus Fuschl und den Käse von der Hofkäserei Oberhinteregg in Faistenau.“ Das Frühstück gibt es täglich von 9 bis 11 Uhr außer Donnerstags. Denn da hat der zweifache Vater von Charlotta und Felicia Ruhetag auf der Hütte und Familientag im Tal. Den hat er auch dringend nötig, denn die Lärchenhütte hat von Ende April bis Anfang November bei jedem Wetter geöffnet. Den ganzen Sommer über gibt es zusätzlich zu den kalten Jausen warme Gerichte: Knödel-Dreierlei, Blunzengröstl, Suppe und Würstel. Außerdem das, was die Saison gerade hergibt wie etwa Gulasch, Eierschwammerl oder Wild. „Die hausgemachten Kuchen stammen von meiner Schwägerin, die gelernte Konditorin ist. Und meine Mutter, die inzwischen mit meinem Vater ebenfalls an den Wolfgangsee gezogen ist, hilft uns beim Knödeldrehen“, schmunzelt Martin Oberlohr.

Ein Wohlfühlplatzerl für Jedermann

Seit Sommer 2016 zählt die Lärchenhütte zu den Holleralmen in der Fuschlseeregion: Dem Holunderbusch kommt gerade in dieser Gegend eine besondere Bedeutung zu. Die Blüten und Beeren werden zu köstlichen Gerichten verarbeitet, zudem werden der Pflanze Heilkräfte nachgesagt. „Wir freuen uns sehr, dass wir nun auch eine Holleralm sind: Bei uns wird es Hollerkäse, Holundersenf zur Jause, Hollerschnaps, Sirup, Holunderröster, Holunder-Bier-Bowle und Molke geben. Wir haben uns da schon einiges überlegt, das die klassischen Gerichte ebenso abdeckt wie das Ungewöhnliche“, betont Martin Oberlohr, dem die Gastfreundschaft scheinbar schon in die Wiege gelegt wurde. „Und zum großen Holunderfest dürfen sich unsere Gäste auf coole Musik mit einer hervorragenden Johnny-Cash-Coverband freuen.“ Überhaupt stehen für den Sommer wieder zahlreiche Veranstaltungen und Verkostungen an: „Mein Anliegen ist es, dass ich die Leute hier auf der Lärchenhütte zusammenbringe. Sie soll ein Kommunikations- und Wohlfühlplatzerl sein, an das alle gerne wieder zurückkehren. Eine entspannte Atmosphäre, gute Energie und feines Essen – so sollen sich meine Gäste an die Lärchenhütte erinnern.“