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Glückliche Hühner? Glückliche Gäste!

Katze in der Wiese (c)Fuschlseeregion

Am Vordergrubenbachhof mit Alexandra Oberascher, Bio-Bäuerin in Hintersee

Bunt gescheckt und quietschvergnügt: Hofkatze Nicki rollt genüsslich übers Gras und streckt den Bauch in die Sonne. Am liebsten würde sie wohl Purzelbäume schlagen, so glücklich sieht sie aus. Alexandra Oberascher im schmucken Dirndlkleid schmunzelt: Man hat den Eindruck, die junge Bäuerin des Vordergrubenbachhofes genießt es, wenn sich alle wohlfühlen. Und da gehören auch die Tiere dazu, denn sonst wär’s ja kein Bauernhof. Neben Nicki bewohnen sieben Hühner und ein Hahn, zwei Hasen, zwei Ziegen und drei Mutterkühe mit ihren Kälbern den Bio-Bauernhof. Den Sommer verbringen letztere jedoch auf der hofeigenen Alm und kehren erst im September wieder ins Tal zurück.

Es ist die reinste Idylle: Im Garten gedeihen Pflücksalat und Erdbeeren, auf dem frisch gemähten Rasen stehen Trampolin, Pool und Sonnenstühle für die Feriengäste parat und die Blumen wiegen ihre Köpfe im Wind. Hektik scheint hier ein Fremdwort zu sein: Bis auf das Rauschen des Baches und das glückliche Gackern der Hühner ist nichts zu hören. Rein gar nichts!

Selbstgemachtes zum Frühstück

Alexandra Oberascher ©Fuschlseeregion

Und die Idylle trügt nicht – auch noch auf den zweiten Blick scheint im 450-Seelen-Dorf Hintersee in der Fuschlseeregion die Welt in Ordnung. Der Ort ist klein und wirkt fast niedlich: Eine Kirche, Kramerladen und ein Gasthof. Alles ist herausgeputzt, genauso wie der Vordergrubenbachhof selbst. Der Bio-Bauernhof ist gepflegt und man merkt rasch: Alexandra und Hermann Oberascher verrichten ihr Tagwerk mit viel Liebe. Die Bäuerin selbst stammt aus dem Lämmerbachtal und hat nur ein paar Häuser weiter „eingeheiratet“. Das aber schon vor 19 Jahren: Die Söhne Wolfgang und Stefan absolvieren mittlerweile eine Lehre und sind aus dem gröbsten raus. Als junge Mutter aber genoss sie es sehr, Beruf und Familie ganz praktisch zuhause vereinbaren zu können: „Schon meine Schwiegermutter hat Zimmer an Feriengäste vermietet und wir führen diese Tradition fort. Inzwischen gibt es zusätzlich zu den drei Zimmern zwei Ferienwohnungen bei uns im Haus.“ Der Vordergrubenbachhof ist ein 4-Blumen-Urlaubsbauernhof und das sagt eine ganze Menge über die hohe Qualität aus: Zum Frühstück gibt’s viel Selbstgemachtes wie Marmeladen, Aufstriche und Brot und Gästen steht sogar ein kleiner Wellnessbereich mit Sauna zur Verfügung.

Das Leben auf dem Bauernhof

Wenn Alexandra Oberascher von ihrem Tagesablauf erzählt, tut sie das mit Leichtigkeit und Leidenschaft. Wer jedoch genau hinhört, merkt: Hier sitzt eine fleißige Frau. Neben den Kleintieren müssen zweimal täglich die Kühe und Kälber versorgt werden. Sind sie im Sommer auf der Alm, stattet ihnen Alexandra Oberascher einmal wöchentlich einen Besuch mit dem Mountainbike ab. Ihr Mann Hermann und die beiden Söhne kümmern sich um die Wiesen und das Bio-Heu für die Kühe sowie um den Wald, der zum Hof gehört. Für die Gäste ist Alexandra Oberascher zuständig: Unterstützung bekommt sie von ihrer Mutter und ihrer Schwiegermutter. „Vor allem wenn Zimmerwechsel ist, ist viel zu tun“, sagt sie. Frühstück zubereiten, Kuchen backen, kochen, Blumen gießen, Wäsche wachsen, bügeln – allesamt Arbeiten, die Alexandra Oberascher mit links zu erledigen scheint. Sie sagt von sich selbst: „Ich hätte nie gedacht, dass ich Bäuerin werde, aber jetzt kann ich mir nichts anderes mehr vorstellen. Es ist genau das, was ich machen möchte. Wenn die Arbeit einmal überhandnimmt, gehe ich mountainbiken oder eine Skitour im Winter. Das tut gut, um den Kopf auszulüften und die eigene Kraft im Körper zu spüren.“

Das Wandergebiet vor der Hoftür

Alexandra Oberascher beim Interview ©FTG

Was die Gäste am Vordergrubenbachhof so sehr schätzen, ist die Nähe zur Natur und diese Ruhe weit weg von jeglichem Lärm. „Die Leute können von der Haustür zu Wanderungen zu den vielen Almen und Gipfeln der Osterhorngruppe aufbrechen, zudem gibt’s in der Fuschlseeregion ganz viele Ausflugsziele und auch die Stadt Salzburg ist nicht weit“, erzählt Alexandra Oberascher. Vor allem junge Familien mit Kindern, aber auch Paare lieben die bäuerlich-ländliche Idylle. Manche Stammgäste kommen inzwischen seit über 40 Jahren und in der dritten Generation. Sogar arabische Gäste haben schon auf dem Bio-Bauernhof gewohnt. Alexandra Oberascher freut sich über alle: „Ich mag den Umgang mit den Leuten und mir gefällt die Vorstellung, dass die Welt bei uns zu Gast ist. Schon bei mir zuhause wurden Zimmer an Gäste vermietet und meine Söhne wachsen genauso auf. Die Gäste gehören zu unserem Hof dazu: Und wenn es in den Zwischensaisonen ruhiger ist, dann freu ich mich wieder auf die Zeit, wenn das Haus sich füllt.“

Wintersport im „Stille Nacht Ort“ Hintersee

Alexandra Oberascher mit Ziegen ©FTG

Der hübsche Ort Hintersee ist mit dem See und dem Wandergebiet ein wahres Juwel für Naturliebhaber. Und auch im Winter checken Gäste gerne im Vordergrubenbachhof ein: Denn dann liegt das Skigebiet Gaissau-Hintersee praktisch vor der Tür. Das Familienskigebiet verfügt über 34 Pistenkilometer, neun Lifte, einen Boarderpark, eine Funslope und zehn Skihütten. Zudem setzt man in Hintersee noch auf 100 Prozent Naturschnee – selten gibt es irgendwo so viel Schnee wie hier. „Auch die Langlaufloipe führt bei uns direkt hinterm Haus vorbei“, erzählt Alexandra Oberascher. „Außerdem hat Hintersee noch etwas ganz Besonderes zu bieten: Ab 1827 lebte nämlich Joseph Mohr als Vikar hier im Ort. Er ist der Verfasser des berühmten Weihnachtsliedes ‚Stille Nacht, heilige Nacht‘. Es gibt im Ort ein Joseph-Mohr-Haus und einen Rundweg zur neuen Kapelle. Besonders schön ist der Weihnachtsmarkt im Ort, wo wir Bäuerinnen mit einem Stand vertreten sind.“ Auch über Weihnachten und Silvester ist der Vordergrubenbachhof voll – mit Gästen, die die familiäre Atmosphäre am Bauernhof einem Hotelaufenthalt vorziehen.

Pärchen wandert am Weitwanderweg ©Erber

Hofkatze Nicki kann dem Schnee nicht viel abgewinnen: Im Winter thront sie lieber auf ihrem kuscheligen Schaffell. Kaum ein Gast kommt dann an ihr vorbei, ohne sie einmal zu streicheln. Doch bis dahin genießt sie noch die Sonne und die sommerliche Idylle. Ebenso wie die Gäste, die nach einer kurzen Kneipp-Runde im Bach glücklich in den Liegestuhl plumpsen, die Augen schließen und einfach nur dieser unsagbaren Ruhe lauschen.

 

TIPP: Ab dem Frühjahr 2017 führt der neue, 320 Kilometer lange Salzkammergut Weitwanderweg direkt durch das Lämmerbachtal und am Vordergrubenbachhof der Familie Oberascher vorbei.

Alexandra Oberascher
Vordergrubenbachhof
www.urlaub-hintersee.at