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Geschichte über Fuschl am See

Die Gegend um Fuschl am See wurde im Jahre 790 n. Chr. erstmals im Notitia Arnonis (Aufzeichnung der zum Bistum Salzburg gehörigen Besitzungen aus der Zeit des Bischofs Arno) urkundlich erwähnt. Das ganze Gebiet Thalgau-Fuschl am See-Abersee war seit dem 8. Jhdt. Eigentum des Landesherrn, d. h. des Erzbischofs. Fuschl am See hatte lange keinen eigenen Namen, aber im 12. Jhdt. wird die Gegend von Fuschl am See „Fuschilsee“ genannt. (Urkunde des Erzbischofs Konrad I. von 1141, betreffend Fischerseegen „ad fuschilsee“, die zum Stift St. Peter gehörten

Gebiet Fuschl am See      

Das Gebiet Fuschl am See war bereits bekannt, aber die ersten Siedler kamen erst ca. im 8. Jhdt. aus dem bayrischen Raum über das Thalgauegg nach Fuschl am See. Das Vorhandensein von Trinkwasser für Mensch und Vieh war die erste Bedingung für den Bau einer bleibenden Ansiedelung. In späterer Folge war die Wasserkraft der Bäche zum Betrieb der ersten Mühlen notwendig gewesen. Um das Jahr 1600 bestanden ca. 35 Häuser, fast ausschließlich Bauerngüter. Es kamen ein paar Handwerkshäuser dazu, aber der Ort entwickelte sich sehr langsam. Die Güter waren größtenteils zu Erbrecht verliehen und der Erzbischof war für die Fuschler Bauern Grundherr. Im 11. u. 12. Jhdt. wurden einzelne Güter, oft auch ganze Landstriche, von den Landesfürsten an Edle oder an Klöster sowie „milde Orte“ als Lehen überlassen oder geschenkt.

Wirtschaftliche Geschichte

Wirtschaftlich hatte die Gegend von Fuschl am See, wenn man vom Waldreichtum und von der Fischerei absieht, keine Bedeutung. Die Bewohner lebten von dem wenigen, was sie anbauten und ernteten und von dem was sie sich selbst erarbeiteten. Besonders in den Jahrzehnten nach 1600 wechselten, auf Grund der schlechten Wirtschaftslage, die Besitzer der kleinen Güter und Häuser im Dorf rasch und Gantverkauf war an der Tagesordnung. Nur die größeren Bauerngüter konnten länger in Händen derselben Familie bleiben und es bestehen auch heute noch Güter, die seit mehr als 200 Jahren im Besitz einer einzigen Familie geblieben sind. (zB Zuckerstätter zu Schefbaum oder die Mösenbichler zu Bambichl)

In der früheren Zeit gab es sehr viele Mühlen, speziell Sägemühlen, die eine wichtige wirtschaftliche Stütze waren. Viel später, im 20. Jhdt., war im Ort eine Rasierklingenfabrik angesiedelt, die es jetzt nicht mehr gibt. Dafür haben wir jetzt eine andere große Firma hier, die Sie vielleicht kennen werden – nämlich die Firma Red Bull, eine Getränkefirma, die in Fuschl am See Ihren Verwaltungshauptsitz von Österreich hat und von hier aus sehr viele Erfolge zu verzeichnen hat.

Die nachfolgende Bildergalerie ist mittels Pfeiltasten (links, rechts) bedienbar.

Nicht nur wirtschaftlich gibt es einiges zu erzählen, sondern es gibt auch viel Sehenswertes in Fuschl am See, wie zum Beispiel die Ruine Wartenfels aus dem Jahre 1259, die sich auf der Anhöhe – Nähe Schober - Richtung Thalgau befindet und die Rumingmühle aus dem Jahre 1872.

Kirchliche Geschichte

Kirchlich gehörte das Gebiet von Fuschl am See seit alters her zur Pfarre Thalgau. Die Fuschler und Fuschlerinnen mussten daher zum sonntäglichen Pfarrgottesdienst den weiten Weg nach Thalgau machen und die Gläubigen wurden von dort aus auch seelsorgerisch betreut. Die Toten mussten im Thalgauer Friedhof beigesetzt werden. Der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus war oft laut geworden. Die Armut der Bevölkerung und der Widerstand der zuständigen Thalgauer Pfarre ließen aber an einen Kirchbau gar nicht denken. Im Jahre 1668 wurde einem Salzburger Bürger die Erlaubnis erteilt, dass er eine Kapelle ohne Opferstein und Kreuzsäulen bauen darf. Er löste damit sein Gelübde ein, das er gelegentlich bei einer Wallfahrt nach St. Wolfgang abgelegt hat. Er hatte die Kapelle aber schon 3 Jahre zuvor (1665), ohne die erforderliche Genehmigung, errichtet, sodass befohlen wurde, die Kapelle wieder abzureißen. Durch das Bitten einiger Fuschler konnte dies aber verhindert werden. 1669 wurde die Aufstellung eines kleinen, dem heiligen Erasmus geweihten Altares bewilligt. Der eigentliche Baubeginn einer Kirche hat sich durch Uneinigkeit über den Standort, aber auch wegen der geringen finanziellen Mittel, bis ins Jahr 1804 verzögert.

(Brände:   6. Juli 1870 => Blitzschlag in die Kirchturmspitze, kein großer Schaden;

               10. Juni 1880 => wieder Blitzschlag in den Kirchturm, Kirche stand in Flammen,

               zerstört wurde: Kirchturm, Altäre, Skulpturen, Dach des Langhauses stürzte ein)

Geschichte von Heute

Heute zählt die Gemeinde Fuschl am See ca. 1.500 Einwohner. Wie aus der Geschichte ersichtlich, hat sich Fuschl am See von einem Bauern- und Fischerort zu einem Tourismusort gewandelt. Man sieht aber auch, dass dies keine negative Wandlung war, da es seit ca. 50 Jahren nicht mehr erlaubt ist, an den Seeufern zu bauen. Die Landschaft um Fuschl am See wird nicht nur von unseren Landwirten, die die eigentlichen Landschaftspfleger sind und denen der Dank gebührt, sondern auch von den Einwohnern sehr gehütet. Das Abwasser wird nicht in den See geleitet, sondern kommt über die Kanäle in eine Kläranlage. Der Fuschlsee ist im ganzen Land Salzburg und im Salzkammergut der sauberste und klarste See mit Trinkwasserqualität - worauf wir sehr stolz sind.